Männer in oder an ihren Lkw, bei strömendem Regen zusammengekauert im Führerhaus, sonst aber Stunde um Stunde neben ihren Fahrzeugen, Essen unter freiem Himmel, für die Notdurft geht’s ins Feld – „ich beobachte das seit Monaten“, sagt Bernd Krutmann. 

Der Parsiter hat freien Blick zum Gelände des Logistikers NTG, wo nun also vor Weihnachten besagte Volvo-Zugmaschinen ankamen. Die Situation der Männer rührte den Parsiter an. 

Zunächst habe er überlegt, den Bürgermeister zu kontaktieren und ihn auf die Situation aufmerksam zu machen. „Ich wollte ihm das persönlich vor Augen führen“.

Dann aber bekam er den Hinweis, Thomas Pantel anzusprechen. Der HSV-Chef war sofort aufgeschlossen, den Männern für die Feiertage ein Heim zu bieten. Bei der Verständigung mit den litauischen Fahrern half eine Enserin zunächst am Telefon und später auch persönlich. 

Mit einigen Lkw fuhren die Litauer zum HSV-Heim, wo sie mit großer Dankbarkeit zur Kenntnis nahmen, dass ihnen dort eine Unterkunft geboten wurde, dass sie die Tage des Wartens nicht mehr im Freien oder im Lkw-Führerhaus verbringen müssen. 

Immerhin sollen sie dem Vernehmen nach bis zum 6. Januar hier warten, bevor es den Anhänger für die Zugmaschine gibt und dann die weitere Fahrt ansteht.

Update: Alle Informationen beim Soester-Anzeiger lesen: https://www.soester-anzeiger.de/lokales/ense/not-unterkunft-vereinsheim-litauische-lkw-fahrer-muessen-ense-hoeingen-verlassen-13370737.html