Abstieg der Ersten haut den Verein nicht um

Nach der Niederlage in der Relegation gegen Hilbeck 2 muss die Erste Senioren Mannschaft den bitteren Gang in B-Kreisliga antreten

Da ahnten sie es wohl schon: Trainer Michael Kauke (rechts) und
die Höinger Ersatzspieler blicken der Niederlage und dem Abstieg
in die Kreisliga B entgegen. Foto: Müller, Soester Anzeiger

Niedergeschlagen! Diese Beschreibung passt ganz gut, will man den Eindruck vom äußeren und inneren Zustand der Kicker von Höinger SV unmittelbar nach dem Schlusspfiff des Relegationsspiels beschreiben. Nach dem 0:1 gegen B-Liga-Vize SV Hilbeck II lagen die in rot und weiß gekleideten Spieler vom Vorletzten der A-Kreisliga auf dem Rasenplatz des Ostönner Tivoli herum, hockten bedröppelt da oder schlichen mit hängenden Köpfen davon. Um sie herum tobte der Hilbecker Jubelsturm. Nach der ersten Enttäuschung sammelten sich die meisten Höinger, schauten den Schwarz-Gelben beim Jubeln zu oder klatschten fair gratulierend mit den Gegnern ab. Die meisten waren einfach: ohne Worte. „Heute war vielleicht das entscheidende Spiel. Aber wir sind nicht heute abgestiegen“, war HSV-Trainer Michael Kauke schon früh wieder gefasst. Er sah auch am Sonntag sein Team nicht so weit weg von den Hilbeckern. Wenn die ein oder andere knappe Situation anders gelaufen wäre, dann hätte das Spiel auch anders ausgehen können. Ausreden wollte der HSV-Trainer nicht gelten lassen. „Wir hätten gar nicht in die Situation dieses Spiels kommen müssen“, so Kauke. Sein Team habe sich das Leben über die gesamte Saison gesehen selbst schwer gemacht. 19 Punkte aus 30 Ligaspielen, nur 31 selbst geschossene Tore, dazu 112 kassiert. So liest sich die Bilanz eines Absteigers. Aber Höingen wäre nicht Höingen, wenn der Abstieg mehr hinterlassen würde als eine Marke in der Geschichte des Vereins. „Den Verein haut das nicht um“, ist sich Kauke sicher, den seine Spieler nun erst einmal fünf, sechs Wochen los sind, ehe es am 12. Juli wieder ernst wird, die Vorbereitung auf die Saison in der B-Kreisliga aufgenommen wird. Groß verändern werde sich der Kader nicht, bleibe die Mannschaft größtenteils zusammen. Das Konzept, eines langfristigen Aufbaus der ersten Seniorenmannschaft werde weiter fortgesetzt. Vielleicht gibt es in einem Jahr wieder einen Klassenwechsel, aber dann zu bejubeln. „Die Liga zu halten ist immer einfacher als wieder aufzusteigen“, blickt Kauke demütig voraus. Jetzt stehen erst einmal Mannschaftsfahrt und Pause an.