Die Höinger Fans unter den knapp hundert Zuschauern am Hüstenerberg riss es von den nicht vorhandenen Stühlen, als Justin Schlütermann mit dem ersten Torschuss für die Gastgeber das Leder nach einer maßgerechten Flanke von Simon Becker aus gut zehn Meter volley zum 1:0 in die Maschen jagte. „Im Moment haben wir einfach die Seuche am Fuß“, ärgerte sich SGO-Trainer Ralf Knauf, der seine Elf zunächst überlegen sah. Knauf weiter: „Nach dem zweiten Gegentreffer konnten wir nicht mehr zulegen. Höingen war effektiver.

Das war ein Nackenschlag.“ Justin Schlütermann, der als Interimscoach mit einer starken Leistung voranging, freute sich: „Wir haben auf dem tiefen Platz den Kampf angenommen, verdient, aber vielleicht etwas zu hoch gewonnen.“ Eine gute Leistung bot auch Jung-Schiedsrichterin Geena Schlüter-Isenbeck, die das Derby jederzeit im Griff hatte, und bei einigen kniffligen Entscheidungen Augenmaß bewies.

Höinger SV: Ch. Schlütermann, D. Sauer, Jahn, Paur, Burghard, Granseuer, Reinsch, Risse, L. Sauer, J. Schlütermann – Meier, Schlüter, Pieper, Schulte. SG Oberense: Lage, Mewes, StruweGrae, Schierz, Apel, Kinzel, Bartel, Flocke, Steffens, Wrobel, Fecke – Grobe, Ebel. Tore: 1:0, 2:0 J. Schlütermann (8., 46.), 3:0 Becker (48.), 4:0 Reinsch (56.), 5:0, 6:0 J. Schlütermann (61., 80.).

Ein Bericht vom Soester Anzeiger, 7.10.2019