HSV lässt in kommender außerordentlichen Mitgliederversammlung über Kunstrasen Projekt abstimmen

Sobald die Entscheidungsreife für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Höingen gegeben ist, will der Vorstand des Sportvereins in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung das Votum der Mitglieder für ein solches Vorhaben einholen und den Plan im Rathaus sowie der Politik vorstellen.

Kunstrasen ProjektDas hat die Vereinsführung in der Generalversammlung in der Höinger Schützenhalle am Freitagabend mitgeteilt. Ein aus dem neuen 1. Vorsitzenden, Thomas Pantel, dem 2. Vorsitzenden, Benjamin Granseuer, sowie den zwei Diplom-Ingenieuren Marcel Kafczyk und Dennis Hofmann bestehendes „Projektteam“ ist dabei seit Anfang des Jahres damit beschäftigt, ebenso fundierte wie detaillierte und am Ende entscheidungsreife Unterlagen zu erarbeiten, damit der jetzige obere Rasenplatz des HSV in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden kann.

Kunstrasen Projekt

Wildschweine verwüsteten den oberen Platz

Einen Bericht über den aktuellen Planungsstand gaben am Freitagabend Benjamin Granseuer und Marcel Kafczyk. Benjamin Granseuer führte aus, dass man nach dem Heranziehen von Fachkräften sowie der Beleuchtung und Abwägung aller Möglichkeiten im Projektteam zu dem Ergebnis gekommen sei, einen vollwertigen Kunstrasenplatz bauen zu wollen, auf dem auch Meisterschaftsspiele stattfinden könnten. Aus technischer Sicht führte wiederum Marcel Kafczyk unter anderem aus, dass unter Beachtung des DFB-Regelwerkes und der geforderten DIN-Normen das Spielfeld eine Größe von 90 mal 60 Metern haben solle. Zusätzlich seien an den Spielfeldrändern barrierefreie Zonen zur Vermeidung von Verletzungen zu schaffen, so dass der Bruttoflächenbedarf 98 mal 64 Meter und somit 6.272 Quadratmeter betrage. Auf Grund vorliegender Gutachten sei ein Bodenabtrag von etwa 30 Zentimetern nötig, weil Standfestigkeit und
Wasserdurchlässigkeit sonst nicht gegeben seien.
Das abzutragende Material von 2.500 Tonnen solle zur Aufschüttung eines Walls nach Westen und Norden hin dienen. Man könne davon ausgehen, dass der Wall von den Wildschweinen, die immer wieder den jetzigen Rasenplatz zerstört hätten, nicht zu überwinden sei. Böschungen sollten mit L-Steinen abgefangen werden. Eine barrierefreie Auffahrt zur Spielfläche für Krankenwagen und Maschinen sowie die Ausstattung mit einer Fluchtlichtanlage seien vorgesehen. Derzeit liegen dem Projektteam bereits erste Angebote vor. Kosten- und Finanzierungsübersichten sind in Arbeit. Die Gewinnung von Sponsoren sei bereits angelaufen, hieß es abschließend.

Ein Bericht vom Soester Anzeiger, 31.05.2016, H.Risse
(Inhalt von HSV-Team geändert)